Freitag, 15. Juni 2018

Zen-Retreat mit Brad Warner im Domicilum Weyarn


* Schanzen-Zen Hamburg, September 2015: Brad Warner ist in Hamburg und zeigt den Film "Hardcore Zen", eine Dokumentation über sich selbst als "unorthodoxen" Zen-Punk-Mönch-Meister. Zwei Tage später bietet er einen Meditationstag an, an dem ich leider aufgrund von anderen Verpflichtungen nicht teilnehmen kann. In der Diskussionsrunde im Anschluss an den Film kommt Brad sehr sympathisch und bodenständig rüber und ich habe auch noch kurz am Ende der Veranstaltung die Möglichkeit mit ihm zu sprechen (siehe Foto unten).

* Schanzen-Zen Hamburg, September 2015: Brad Warner is in Hamburg and screens his movie "Hardcore Zen", a documentary about himself as "unorthodox" zen-punk-monk-master. Two days later, he is offering a meditation day. Unfortunately, I cannot particiapte due to other obligations I have on that day. During the discussion following the movie screening, Brad appears to be a likeable and down-to-earth guy and I have the opportunity to talk to him after the event (see picture below).

Schanzen-Zen 2015

* Domicilum Weyarn bei München, Juni 2018: Ich sitze in meinem Zimmer im Meditationshaus Domicilum und schaue zweifelnd auf den Zeitplan des dreitägigen Zen-Retreats mit Brad Warner. Das ist eine überwältigende Menge Sitz- und Gehmeditation. Dazu auch noch Arbeitsmeditation und andere Worte auf japanisch auf dem Zeitplan, von denen ich gar nicht weiß, was das sein soll. Will ich das wirklich in meinem wohlverdienten Urlaub machen?

* Domicilum Weyarn bei München, June 2018: I sit in my room in the mediation house in Domicilum and look doubtfully at the schedule of the three-day zen retreat with Brad Warner. That is quite an overwhelming amount of sitting and walking meditation. Added to this there is the working meditation and other words in Japanese, I do not know what this is all about. Do I really want to do this in my well-deserved vacation time?

* Es ist ein moderates Retreat, es gibt keine Verbote (Smartphone, Bücher). Gut für jemanden, der, wie ich, noch keine mehrtätigen Retreats gemacht hat. Wir werden dazu angehalten, die 3 Tage größtenteils im Schweigen zu verbringen, aber organisatorische Dinge dürfen besprochen werden.

* It is a moderate retreat, there are no prohibitions (Smartphone, books). Good for someone like me who had not joined multi-day retreats before. We are asked to spend the 3 days in silence for the majority of time but it is allowed to talk about things concerning organisational issues.

* Das Domicilium liegt in der Nähe eines Waldes und umgeben von einem wundervollen Garten an einem Hang. Vogelgesang und Froschgequake sind allgegenwärtig, an einem Tag sehe ich sogar eine Ringelnatter. Haus und Garten sind mit viel Liebe zum Detail gestaltet. Auch das sehr gute vegetarische Essen wird immer wieder mit Kräutern und Blüten aus dem Garten verziert.

* Domicilium is located near a forest and surrounded by a wonderful garden on a slope. Birdsongs and the croaking of frogs are ubiquitous, one day I even see a ring snake. House and garden are designed with plenty of attention to detail. The very tasty vegeterian food is also decorated with herbs and blossoms from the garden.

Nachgestellte Szene: Dokusan
Recreation/restaging of Dokusan
* Es scheint so, als bräuchte Brad erstmal ein ganz klein wenig Zeit um warm zu werden (was ich selbst sehr gut kenne), aber dann ist er der sympathische Typ, den ich aus 2015 (und aus seinen You Tube Videos) in Erinnerung habe. Er ist beim Dokusan (Einzelgespräch) ein sehr guter Zuhörer. In einem seiner Vorträge erzählt er beispielsweise, dass er Menschen beim Gespräch wirklich versucht zuzuhören anstatt, was die meisten von uns normalerweise tun, schon während das Gegenüber spricht, darüber nachzudenken, was wir gleich dazu sagen wollen. Ich habe den Eindruck, dass er lebt was er lehrt. So vergeht mein relativ langes Dokusan wie ihm im Flug ...

* First off, it seems like Brad needed a wee bit time to become comfortable with something and somebody (what I know very well myself) but then he is the likeable guy I remember from 2015 (and from his You Tube Videos). He is a real good listener during Dokusan (one-on-one conversation). In one of his talks he tells us that he really tries to listen to the other person he is talking to during a conversation instead of thinking about what he wants to say next while the other one is talking - which is how most of us usually act in conversations. My impression is that he lives what he teaches. So, during my relatively long Dokusan time flies …

* Wo wir gerade bei Zeit sind - die Zeit ist eine seltsame Sache. Mal vergeht sie eben wie im Flug, mal fühlt sie sich an als zieht sie sich wie Kaugummi ins Unendliche. Wenn einem dann bei der Sitzmeditation auch so langsam die Gräten anfangen, wehzutun, scheint die Zeit stillzustehen.
Nach einer ziemlich unangenehmen "Sitzung" folgt eine weitere, die letzte für diesen Abend. Eine Nachtigall singt ihren wunderschönen Vogelgesang direkt in die Meditationshalle hinein. Die Zeit vergeht nun wieder in Null Komma Nichts. Am nächsten Morgen fragt sich Brad in seinem Vortrag, was für einen wunderschönen Vogelgesang er beim Sitzen am Abend gehört hat. Wir kommen zusammen dahinter, welcher Vogel es war.
Immer mal wieder lausche ich, ob die Nachtigall ihr wunderschönes Lied vorträgt. In den allerletzten Minuten der letzten Sitzmeditation dieses Retreats singt die Nachtigall wieder bis kurz vor dem Klangschalen-Gong. Als wollte sie uns Tschüss sagen!
(Am Ende dieses Beitrags habe ich gleich nach dem "Haiku" unprofessionelle Ton-Aufnahmen des ulkigen Nachtigall-Gesangs hochgeladen.)

* Speaking of time, time is a strange thing. As mentioned above, sometimes it flies, some other time it feels like it drags on forever like a bubble gum (as we say in German). When your bones start aching on top of that, time seems to stand still.
After a quite unpleasant "sitting" follows another, the last one for this evening. A nightingale sings its wonderful song into the meditation hall. Now time goes by double-quick again. On the next day, Brad is wondering what kind of bird it was he heard the night before. We are figuring it out togehter.
Time and again, I listen carefully whether the nightingale recites its beautiful song. During the very last minutes of our last sitting meditation of this retreat, the nightingale sings until just before the bell rings. As if it wanted to tell us Goodbye!
(At the end of this entry, right after the "Haiku", I uploaded non-professional recordings of the weird nightingale songs.)

* Bei seinem Abschiedsvortrag trägt Brad uns dann noch seinen "Vogelgesang" vor. Nach der letzten Gehmeditation kommt er mit einer Gitarre herein. Ein paar Nächte zuvor hatte er von einem Lied geträumt, das er nun zum Besten gibt. "What's so funny bout peace and love and understanding" berühmt geworden durch Elivs Costello. Ich kannte das Lied vorher nicht, aber ich mag den Text sofort. Ich habe übrigens beim googeln gesehen, dass es auch eine Version dieses Liedes von den Toten Hosen gibt. ;)
Ohne Zugaben kann Brad dann seinen Vortrag an diesem Tag natürlich nicht beenden, so dass er noch Songs seiner Band Zero Defex und - zu meiner Freude - "Purple Haze" und "Voodoo Chile" von Jimi Hendrix spielt. Woohoo!!! ;)

* On his leave-taking talk, Brad is performing his "bird songs". After the last walking Meditation he comes in with a guitar. A couple of nights before, he dreamed of a song he is sharing with us now. "What's so funny bout peace and love and understanding", a song made popular by Elvis Costello. I did not know that song before but I like the lyrics right away.
Of course, Brad cannot leave without playing encors so that he is playing songs of his band Zero Defex and - to my great joy - "Purple Haze" and "Voodoo Chile" by Jimi Hendrix. Woohoo!!! ;)

* Ich freue mich über jeden einzelnen, der bei unserer kleinen Gruppe dabei war sowie über die Menschen vom Domicilium, die dies alles ermöglicht haben. Ich danke Brad, dass er die Strapazen auf sich genommen hat, nach Europa zu kommen. Ich freue mich, dass ich mich auf dieses kleine Abenteuer eingelassen habe. Ich danke meinem Mann, dass er mich von Schleswig-Holstein nach Bayern begleitet und in einer nahegelegenen Pension Urlaub gemacht hat. Und ich danke den Vögeln und den anderen Gartenkreaturen, allen voran der Nachtigall!

* I rejoice at each individual who participated in our relatitively small group as well as at erveryone at Domicilium who made this all possible. I thank Brad that he undertook the tribulations of coming to Europe. I am glad that I let myself in for this small adventure. I thank my husband for accompanying me from Northern Germany to Bavaria and staying in a guesthouse nearby. And I thank the birds and all the other garden creatures, especially the nightingale!

Eine Art Haiku * A kind of Haiku 
(Sesshin = Retreat, Zendo = Meditationshalle/Meditation hall) 

Ich sitze mein erstes Sesshin 
Schräg-klingendes Zendo 
Gesang einer Nachtigall

Sitting my first sesshin
Weird sounding zendo
Birdsong of a nighingale

Freitag, 2. März 2018

Verrückt nach Kapok



Seit ich angefangen habe zu meditieren hat sich über die Jahre zugegebenermaßen das ein oder andere Meditationskissen angesammelt. Ganz am Anfang saß ich natürlich auf zusammen gefalteten Decken. Ich wusste ja noch nicht, ob das wirklich etwas für mich ist. Außerdem bevorzugte ich in der ersten Zeit den Fersensitz. Die Sitzhaltung und auch die benötigte Sitzhöhe hat sich über die Jahre verändert, so auch die Formen und Größe der Kissen. Und seitdem ich regelmäßig zu einer Zen-Gruppe gehe, manifestierte sich der Wunsch ein traditionelleres schwarzes Kissen in die kleine Sammlung mit aufzunehmen. Dieses Kissen ist mein erstes Kissen mit Kapok-Füllung. Das Sitzgefühl hat mich so begeistert, dass ich kurzerhand Kapok-Füllmaterial für zwei meiner älteren Kissen nachbestellt habe. Eins davon wird nämlich immer mal wieder von meinem Mann genutzt und das andere Kissen wird auch weiterhin von mir benutzt werden, wenn auch nicht so häufig wie das neue „kleine Schwarze“.

Wie ich schon in dem Beitrag über meine Yogamatte schrieb: Dies ist übrigens ein rein privater "Old-School-Blog" - ich verdiene nichts mit ihm oder mit Werbung für irgendwelche Produkte und habe es auch nicht vor. Den Blog schreibe ich in erster Linie für mich und für den ein oder anderen, der sich eventuell für die Themen interessiert. Das ist alles.

Bei allen Kissen, die ich gekauft habe, war es mir wichtig, zu wissen, wo sie gefertigt werden. Glücklicherweise können sie, gemäß eigenen Angaben auf den jeweiligen Webseiten, alle in Deutschland genäht und gestopft werden.

Mediationskissen von Bosiki, Füllung: Bio-Dinkelspelz
Meine ersten 3 Kissen, mit denen ich jahrelang zufrieden war, und es auch immer noch bin, sind von Bosiki, einem Unternehmen in Schleswig-Holstein. Bei Bosiki kann man sich sein Kissen über den Online-Shop individuell zusammen stellen, beispielsweise kann man Kissenhöhen, Farbkombinationen oder Symbole für das Kissen auswählen. Es gibt nun auch ein sogenanntes „Step-Kissen“, welches in der Höhe veränderbar ist. So braucht man nicht mehr, wie ich, über die Jahre verschiedene Meditationskissen ansammeln *räusper*.
Ich habe viele Jahre gut auf den Bosiki-Kissen mit der Bio-Dinkelspelz-Füllung gesessen. Im direkten Vergleich zur Kapok-Füllung muss ich aber sagen, dass ich persönlich kein Kissen mit dieser Füllung mehr kaufen würde. Ich bevorzuge einfach das glattere Sitzgefühl auf Kapok. Außerdem sind die Kissen mit Kaopok-Füllung in ähnlicher Größe auch merklich leichter als die mit Dinkelspelz-Füllung. Letztlich ist das aber Geschmackssache.

Meditationskissen „Roshi, klein“ von Bausinger, Füllung: Kapok
Wie Ihr wahrscheinlich schon rausgehört habt, ist dieses Kissen momentan mein absoluter Favorit. Bausinger ist eine 1977 gegründete Yogamanufaktur, deren Werte gemäß Webseite „Bio, Fair, Nah“ sind. Die Meditationskissen und -bänkchen werden in Behindertenwerkstätten in Deutschland gefertigt. Von allen hier vorgestellten Online-Shops wurde dieses Kissen übrigens am schnellsten geliefert, Lieferzeit 2 Werktage. Das Meditationskissen „Roshi, klein“ ist gefüllt mit Kapok, das man eventuell als Polstermaterial von Sofas etc. kennt. Ich empfinde das Sitzen auf dem Kissen als sehr angenehm, da es nicht zu hart und nicht zu weich ist und sich vor allem im Gegensatz zu Dinkelspelz glatt anfühlt. Außerdem sind die Kissen, die damit gefüllt sind, viel leichtgewichtiger als Kissen vergleichbarer Größe mit Dinkelspelz. Passend zu dem kleinen Roshi habe ich mir bei Bausinger noch ein Stützkissen für mein rechtes Bein gekauft. Ratet mal, womit es gefüllt ist … ;) Genau, ebenfalls Kapok.

Meditationskissen „BlossOm Pure“ von BlossOm, Füllung Schaumstoff-Flocken
Dieses Kissen sah ich irgendwann bei meiner Yogalehrerin und war sofort verliebt. Wenn ich nach dem Yoga gut gedehnt war, habe ich darauf meine ersten Versuche gemacht, im halben Lotos zu sitzen. Und ich konnte diesen Sitz auch 20 Minuten ohne Schwierigkeiten halten. Es gibt bei BlossOm aber auch weitere Formen, die für andere bevorzugte Sitzhaltungen geeignet sind. Gemäß Webseite besteht das Füllmaterial aus Schaumstoff-Flocken mit hoher Raumdichte, die aus Resten einer deutschen Matratzenmanufaktur stammen. Ich empfinde das Sitzen darauf ähnlich wie auf Kapok, vielleicht ein klein wenig fester, aber auch schön glatt. Im Sommer nehme ich es gerne mit auf den Balkon, um gemütlich darauf im Freien zu sitzen. Dieses besondere Kissen kann ich sehr empfehlen, hier muss man aber nach der Bestellung mit ein wenig Wartezeit rechnen.

Oben noch ein paar Fotos von meiner Austausch-Aktion, meine alten Kissen mit Kapok zu füllen. Das rote Kissen wird nämlich, wie oben erwähnt, seit einiger Zeit auch regelmäßig von meinem Mann verwendet. Er soll ebenfalls in den Genuss dieser angenehmen Füllung kommen. Beim Austausch ist es für den Reißverschluss des Kissens von Vorteil, wenn das Kapok in ein Inlet, ein Innenkissen, gefüllt werden kann (graues Kissen). Das Kapok verfängt sich sonst gerne schon einmal in dem Reißverschluss. Außerdem ist eine Fusselrolle sehr hilfreich wie man an den Klamotten auf dem Foto rechts unten sieht ...

Samstag, 17. Februar 2018

"How we sit zazen is how we live our life"


Please find an English summary of this entry written in German at the end of this post.

Kürzlich habe ich nach längerer Zeit mal wieder zwei Episoden des empfehlenswerten Podcasts "The Zen Studies Podcast" gehört. In der Episode 47 "How to Guide Your Own Meditation Part 1: Do Something, Don’t Just Fall Asleep" fiel der Satz "How we sit zazen is how we do everything" (auf deutsch: "Wie wir im zazen sitzen/meditieren ist wie wir alles tun"). Beim nächsten Sitzen (Zazen/Meditieren) fiel mir der Satz wieder ein, nachdem ich mich mal wieder in Gedankenketten verloren hatte. Allerdings erinnerte ich mich etwas anders an ihn: "How we sit zazen is how we live our life" (auf deutsch: "Wie wir im zazen sitzen/meditieren ist wie wir unser Leben leben"). Diese Version gefällt mir besser, vielleicht habe ich sie sogar schon mal irgendwo anders gelesen oder gehört.

Wenn ich mich sonst in Gedankenketten verliere, kehre ich zurück zu einer Körperempfindung, einem Geräusch, einem Geruch (manchmal duftet ein Duschgel oder ähnliches) etc. Dies mache ich immer noch. Seitdem ich mich an diesen Satz erinnert habe, frage ich mich allerdings auch hin und wieder, wenn ich mal wieder abschweife, "wie will ich leben?" oder einfach nur "wie?". Es geht ein bisschen in die Richtung von "what is this?", eine Fragestellung die Martine Batchelor lehrt, die im koreanischen Zen unterwiesen wurde. Mit diesem "what is this?" oder "was ist das?" konnte ich vor einem Jahr, als ich den Online-Kurs von ihr mit gemacht habe, nicht viel anfangen. Wahrscheinlich ist mein Ansatz auch gar nicht zu vergleichen und es ist doch etwas völlig anderes.

Bei mir bewirkt diese Frage "wie (will ich leben)?" kurz innezuhalten, ob ich diesen Gedanken, denen ich gerade Raum schenke, tatsächlich gerade folgen will. Will ich gerade, dass dieser Songtext in meinem Kopf herumschwirrt, will ich mich gerade über jemanden ärgern, will ich schon wieder über irgend etwas, was ich noch zu tun habe nachdenken? Oder will ich jetzt einfach nur in diesem Moment sein? Manchmal kann es sein, dass man an etwas Schönes denkt und eigentlich nicht davon ablassen will. Dann ist das auch okay. Es geht nicht darum, etwas zu ändern oder zu verbessern. Es geht darum, innezuhalten und zu erkennen, was man gerade wirklich will.

Ich habe gemerkt, dass es sich für mich auch lohnt, sich diese Frage im Alltag zu stellen. Will ich jetzt eine schöne Zeit mit meinem Partner verbringen, oder mit ihm irgendein Problem aus dem Alltagsleben diskutieren. Zumindest komme ich danach wieder schneller in den Moment zurück, der jetzt gerade ist und den ich erleben will.

English summary:
The sentence "How we sit zazen is how we do everything" from Episode 47 "How to Guide Your Own Meditation Part 1: Do Something, Don’t Just Fall Asleep" of the recommendable podcast "The Zen Studies Podcast" was an eye opener to me. Though I have remembered it a little bit differently during my next meditation session, i. e. as "How we sit zazen is how we live our life", this sentence and the following questions "how would I like to live my life?" or just "how...?" emerging from it, have been serving as an "anchor" since. An "anchor" like the more common anchors just as returning to the breath or listening to sounds etc. This new anchor helps me to pause and ask myself whether I want to get lost in the thoughts just arising, whether I want to get angry about something or someone now, whether I want to go through my to do list while meditating. These questions also help me in my daily life.

Sonntag, 11. Februar 2018

Brennholz / Firewood

Brennholz wird zu Asche, und die Asche kann niemals wieder zu Brennholz werden.
("Genjokoan", Dogen, Übersetzung: Nishijima/Cross/Linnebach)

Firewood becomes ash; it can never go back to being firewood.
("Genjokoan", Dogen, Translation: Nishijirma/Cross)